Nach 12 Wochen in Neuseeland......

Donnerstag, 07.03.2013

Vor gut 10 Tagen haben wir Neuseeland verlassen.
Die Vielzahl der gesammelten Eindrücke sind noch nicht wirklich verarbeitet. Das Land ist ganz sicher eines der schönsten Reiseziele weltweit.
Flächenmässig ist Neuseeland etwa 30% kleiner als Deutschland. Leben tun dort allerdings nur etwa 4,4 Millionen Menschen. Das entspricht der Einwohnerzahl vom Großraum Berlin !
Trotz unserer recht langen Rundreise haben wir das Land nur in groben Grundzügen kennen lernen können. Es gibt einfach zu viel zu sehen und zu tun. Die Vielfalt an Landschaften, verschiedenen Vegetationszonen, Wandermöglichkeiten, Tierwelt (insbesondere an den Küsten) und sonstiger Naturattraktionen erschlägt einen geradezu. Immer wieder haben wir fast sprachlos an neuen Orten gestanden und konnten kaum glauben, daß  es noch eine Steigerung gab – die dann aber doch folgte.
Das Land hat fast keinerlei Schwerindustrie und große Industriekomplexe fehlen ebenso. Man könnte meinen das man durch eine einzige riesige Farm oder station (so werden große Farmen bezeichnet)  reist. Daneben immer wieder große Nationalparks oder Schutzgebiete – dies insbesondere auf der Südinsel. Der Zustand der Umwelt ist im Vergleich zu Europa sensationell.

Kulturell gibt es dagegen recht wenig zu entdecken. Wie in Amerika fehlt durch die recht junge Geschichte des Landes ein entsprechender Hintergrund. So wird versucht aus jedem kleinen Überrest der Siedlungsgeschichte einen großen historischen Ort zu machen. Davon etwas abheben tut sich die Kultur und Geschichte der Maori. Es gibt einige interessante Museen und Austellungen zu ihrer Geschichte. Einen wirklichen Zugang zu den ersten Bewohnern von Neuseeland bekamen wir allerdings nicht. Wir hatten den Eindruck das die Nachfahren der weißen Siedler und die Maori sich zwar weitgehend akzeptieren, aber dennoch jeder in seiner eigenen Welt lebt..

Auch zu den Kiwis (wie die weißen Neuseeländer sich selbst bezeichnen) hatten wir nur gelegentlich engeren Kontakt. Dies lag sicherlich an unserer Art zu reisen – auf den Campingplätzen trifft man eher auf internationale Touristen als auf  Neuseeländer. Der Anteil der deutschen Touristen betrug geschätzte 50% !!!

Wohl nie sind Silke und ich in einem Urlaub so viel gelaufen bzw. gewandert wie in Neuseeland. Anders gibt es dort eigentlich keine Möglichkeit den wirklich großen Attraktionen nahe zu kommen.

Bei uns hat das Wetter weitgehend mit gespielt – es soll der beste Sommer seit 10 Jahren gewesen sein. Das Wetter ist ansonsten das große Risiko einer Neuseelandreise. Es kann auch im Sommer wochenlang regnen oder kalt sein. Regelrechte Wetterstürze sind absolut keine Seltenheit. Auch zu einem Badeurlaub eignet sich das Land weniger -  wir hatten Seewassertemperaturen von 13 bis maximal 18 Grad !

Die häufig gestellte Frage „Welche der beiden Inseln schöner ist“ können wir nicht wirklich beantworten. Sie haben uns beide gleich gut gefallen.

Nicht gefallen hat uns das gastronomische Angebot in Neuseeland. Die Speisenkarten wiederholten sich häufig und waren extrem von fastfood geprägt. Mittelmäßige Qualität (häufig aus der Mikrowelle) wurde manchmal zu unverschämten Preisen aufgetischt. Überhaupt sind Touristen gefragte „Beuteobjekte“ Die Kreativität Eintrittsgelder etc. zu kreieren kennt kaum Grenzen. Und die TOP Attraktionen werden häufig zu Wucherpreisen vermarktet. Wettbewerb unter den Anbietern findet kaum statt.
Der von uns gemietete Campervan war uns für die lange Reise doch etwas zu klein. Einziger Vorteil war, daß wir auch Pisten und Routen befahren konnten, die für größere Fahrzeuge ungeeignet sind. Hätten wir allerdings längere Schlechtwetterperioden gehabt wären wir in unserer „Keksdose“ wohl verrückt geworden........ Gefahren sind wir damit insgesamt 9600 km durch beide Inseln. Gut 5500 Fotos sind auf dem Rechner und bleiben als Erinnerung.

Wir haben jetzt noch eine gute Woche in Thailand. Dann geht es nach 3 ½ Monaten zurück. Wir freuen uns schon auf unsere Familie, die Freunde und auf den hoffentlich beginnenden Frühling.

Dank an alle Interessierten die unseren blog begleitet haben und manchen netten Kommentar hinterlassen haben !

Silke + Ingo

Segeltörn mit Delphinbegleitung + Leicht geschockt in Christchurch

Donnerstag, 21.02.2013

Wir sind zügig Richtung Christchurch gefahren.
Drei Tage haben wir auf der traumhaft schönen Banks Halbinsel verbracht – ca. 80 km von Christchurch entfernt. Die Halbinsel ist die Hinterlassenschaft von 2 großen Vulkanen die vor Millionen Jahren aktiv waren. Der Hauptort der Halbinsel heißt Akaroa und ist sehr französisch geprägt. So haben viele Straßen französische Namen und öffentliche Einrichtungen sind meist zweisprachig gekennzeichnet. Dazu gibt es nette Lokale, einen kleinen Hafen und zahlreiche einsame Buchten.
Toller Abschluss war dann am Mittwoch vormittag ein Segeltörn. Auf einer tollen 48 Fuss Yacht, ca. 50 Jahre alt mit einem Holzrumpf, ging es los. Ein netter Skipper und neben Silke und mir nur noch 2 andere Paare ! Schon 20 Minuten nach Abfahrt waren wir inmitten von Hector-Delphinen !
Ca. 2 Dutzend Tiere begleiteten uns über eine halbe Stunde. Dann frischte der Wind auf und mit Schräglage von etwa 25 Grad und guten 7,5 Knoten pflügte das 20 Tonnen schwere Schiff durchs Wasser. Einfach nur schön.............

Donnerstag ging es dann nach Christchurch. Auto abgeben und danach ins Hotel, zentral zur Innenstadt gelegen. Seit 12 Wochen  die erste Nacht in einem großen, bequemen Bett schlafen !

Der erste Stadtbummel war mehr als bedrückend. Exakt 2 Jahre nach dem schweren Erdbeben vom 22.2.2011 sind die Eindrücke teilweise noch apokalyptisch ! Die zentrale Innenstadt ist komplett für den öffentlichen Zugang gesperrt. Dort sind 70% aller Gebäude zerstört – und es stehen immer noch zahlreiche Hochhäuser die auf den Abriss warten. Überall Räumgerät und Schutthalden. Daneben viele bereits geräumte Grundstücke. Auch etwas weiter außerhalb vom Stadtkern sind zahllose Gebäude gesperrt. Sie wurden seit dem Erdbeben nicht mehr betreten – so blickten wir in ein Restaurant, in dem die Tische noch eingedeckt waren, Tischdeko vertrocknet und Essensreste auf dem Tisch. An vielen Ecken hat man den Eindruck in einer Geisterstadt zu sein. Geschäfte gibt es kaum. Außer in einem kleinen Containerdorf, welches sich restart nennt. Banken, Einzelhändler usw. haben sich in bunten Seecontainern eine Zwischenlösung geschaffen.
Wir haben Leute gefragt, warum der Neuaufbau so langsam voran geht:
- die Versicherungen verzögern massiv die Schadensregulierungen
- der Umfang der Schäden war zu groß. So musste z.B. die Kanalisation der Innenstadt komplett ernneuert werden.
- Es fehlt in diesem dünn besiedelten Land an Fachkräften und auch an Materialien für diese gewaltige Bauaufgabe.
Es wird wohl noch 10 Jahre dauern bis Christchurch wieder das ist was es einmal war !


In 6 Stunden geht unser Flieger nach Bangkok !

Ein „Schlussbereicht“ zu Neuseeland  folgt demnächst vom Strand auf Koh Phayam !

 

2. Besuch bei Hochwasser zu den Boulders Banks Halbinsel Akaroa Hector Delphine vorm Schiff unsere noch Fragen ?

Viel Landschaft, 4 Millionen Jahre alte Riesenkugeln am Strand und noch einmal Pinguine

Freitag, 15.02.2013

Unsere Neuseelandreise geht langsam zu Ende. Wir sind jetzt nur noch ca. 4 Autostunden südlich von Christchurch. Die letzten Tage war es recht frisch. Nachts. ca.  8 Grad und tagsüber etwa 15 Grad bei kaltem südlichen Wind.
Wir machen nur noch kleine Tagesetappen mit dem Auto um die recht schönen Küstenabschnitte zu genießen. Mal ein Stop an einer tollen Steilküste mit riesigen Felshöhlen, am nächsten Tag dann ein Halt bei einer Schafauktion (ein kräftiges Lamm kostet etwa 50 – 60 EUR. Wir haben dennoch keins ersteigert...).
Zwischendurch die sehr schottisch wirkende Stadt Dunedin. Mit ca. 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Südinsel.
Und immer wieder traumhafte Landschaften – auch nach 2 ½ Monaten sind wir davon begeistert.

Gestern sind wir in Moeraki angekommen. Ein kleiner verschlafener Fischerort. Es gibt 3 Attraktionen :
- Die Moeraki boulders sind riesige Felskugeln die am Strand liegen. Durchmesser bis gut 2 Meter. Diese lösen sich von Zeit zu Zeit aus dem weichen Gestein der Steilküste. Ursprung und Entstehung sind nur teilweise bekannt (siehe unter Google = Moeraki Boulders). Das Alter wird auf 4 – 5,.5 Millionen Jahre geschätzt. Der Ort und das umliegende Geröll haben etwas magisches.
- Das Restaurant „Fleurs place“ gilt als eines der TOP Restaurants der Südinsel. Heute Abend haben wir eine Reservierung. War etwas schwierig diese zu bekommen, da insbesondere am Wochenende von Mittag bis zum Abend immer ausgebucht.
- Gelbaugenpinguine ! Haben wir zwar schon mehrfach gesehen. Aber hier gibt es eine ziemlich große Kolonie. Und hier kommt man den Tieren auch so nah wie sonst wohl nirgends  auf der Südinsel. Gestern Auf dem Boden sitzend kann man aus gut 5 Metern Entfernung die Fütterung der Jungtiere beobachten. Neben Silke taucht dann aus dem Gras plötzlich ein einzelnes Tier auf. Es watschelt in nur 1 Meter Entfernung an ihr vorbei, als wenn sie zur Familie gehört.

Andere „Tierattraktionen“ der letzten Tage haben wir ausgelassen. Die Neuseeländer  versuchen häufig aus allem Geld zu machen. Albatrosskolonie oder Zwergpinguine die am Abend zum Strand kommen. Das Areal wird eingezäunt und der Eintritt beträgt ab $ 20,-- aufwärts. Das Geld wird dann angeblich zum Schutz der Tiere verwendet – haha.

 

Lämmer zum ersteigern Otagohalbinsel bei Dunedin Otagohalbinsel bei Dunedin Moeraki Boulders Moeraki Boulders am Moeraki Strand am Moeraki Strand Gelbaugenpinguine bei Moeraki nur ca. 1 Meter vor Silke !

.....fast wie im Zoo !

Dienstag, 12.02.2013

Wir sind nur ca. 70 km nördlich von Invarcargill an der Küste „hängen“ geblieben. Die Küste hier im Südosten von Neuseeland ist recht rau. Auf einer Landzunge zwischen zwei Buchten haben wir einen einfachen aber sehr schönen Campingplatz gefunden. Stundenlang kann man sich hier mit Tierbeobachtung beschäftigen. In der einen, recht geschützten Bucht gibt es eine Gruppe von ca. 30 – 40 Hector Delphinen. Diese kleine Delphinart (max. 1,4 Meter lang) ist ähnlich wie ein Orca gezeichnet und lebt nur in Neuseeland. Es gibt nur  3 – 4000 Tiere dieser Art.
Und nur in dieser Bucht kommt man ihn so nahe ! Wenn man sich dann selbst in das ca. 15 Grad kalte Wasser traut (wir nicht....), kommen die Delphine bis auf 2 –3 Meter  heran. Vom Strand kann man sie in ca. 10 – 15 Meter Entfernung beobachten. Hin und wieder zeigen sie tolle Sprünge oder surfen in den Wellen.
Daneben gibt es Seelöwen die gelegentlich den Strand bevölkern und faul im Sand liegen. Man kann sich bis auf wenige Meter nähern – dann ist aber Vorsicht geboten, da die Tiere bei Bedrohung schnell angreifen. Bei einer Länge von bis zu 2,5 Metern lassen sie keinen Zweifel daran, wer der Chef ist!

Eine weitere Attraktion sind seltene Gelbaugenpinguine. Eine kleine Kolonie nistet in einer Bucht in Gehweite vom Campingplatz. Ca. 1 Stunde vor Sonnenuntergang kommen die Elterntiere aus dem Meer und watscheln über die Felsen zu den Nestern, die im Strandgebüsch versteckt sind.
Die ungeduldigen, schon sehr großen, Jungtiere eilen ihnen hungrig und schreiend entgegen um gefüttert zu werden. Ein lustiges Schauspiel !

Absoluter Höhepunkt war heute morgen beim Strandspaziergang. In einer Welle ca. 15 Meter vor uns, surften in der Wellenkrone gleich 3 Delphine und wenige Meter daneben ein großer Seelöwe in Richtung Strand ! Dabei waren alle vier Tiere in voller Größe deutlich zu sehen !

 

junger Gelbaugenpinguin Gelbaugenpinguin vom Wind geformte Bäume Seetang am Strand

Über Queenstown zum Fjordland Nationalpark

Samstag, 09.02.2013

Queenstown ist die Hauptstadt für alle Adrenalin-Junkies in Neuseeland. Bungeejumping in allen Variationen, Jetboot-Ausflüge, fliegen, springen, klettern usw. – je wilder desto besser. Junges Reisevolk aus aller Welt trifft hier zusammen.
Wir sind 2 Tage geblieben. Die erste Nacht sind wir mit einer Clique junger Leute (es waren schliesslich 6 Nationalitäten beieinander) schwer versackt. Immer wenn Silke und ich uns gen Bett absetzen wollten, wurden wir genötigt weiter mitzuziehen..... Endstation war in einem super Musikclub. Den nächsten Tag mussten wir uns davon erst einmal kurieren.....
So wirklich konnten wir uns mit Queenstown nicht anfreunden – einfach zu viel Touristenrummel.

Touristenrummel findet man auch im Fjordland Nationalpark, speziell im Milford Sound. Durch Reiseführer vorgewarnt planten wir unseren Ausflug dorthin etwas antizyklisch zu den großen Tourbussen.
Milford Sound liegt am Ende einer 120 km langen Sackgasse. Die Straße gilt als eine der schönsten Strecken in Neuseeland. Es geht durch gewaltige Wälder in denen die Bäume vielfach mit Moos bewachsen sind (es fallen hier 7 – 8000 Milimeter Regen im Jahr), vorbei an diversen Bächen und Flussläufen, schönen Seen und immer wieder tollen Aussichten auf teilweise schneebedeckte Berge. Zahlreiche  Szenen aus der "Herr der Ringe Trilogie"  wurden  hier gedreht.

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20 km vorm Ziel geht es durch einen 1-spurigen ca. 1,1 km langen Tunnel. Da einspurig, wird die Einfahrt über eine Ampelanlage geregelt. Im Tunnel starkes Gefälle, spärliche Beleuchtung und nackte, beschlagene Felswände. Würde garantiert den 1. Preis beim ADAC Tunnelcheck gewinnen ! An einem Tunnelende trafen wir dann auch auf einen LKW, der seine Aufbauten im Tunnel an den Felswänden beschädigt hatte.


Häufig fährt man bei Sonnenschein in den Tunnel rein und kommt bei Nieselwetter wieder raus – die darüber liegenden Berge sind eine Wetterscheide.
Wir hatten natürlich wieder Glück – Sonne pur auf der gesamten Strecke. Auch die gebuchte 2 ½ stündige Schiffsfahrt auf dem Milford Sound war ein tolles Erlebnis. Grandiose Landschaft mit Wasserfällen die bis zu 160 Meter hoch sind , Delphine die vorm Schiffsbug durchs Wasser jagen, Seehunde auf den Felsen usw.
Am Nachmittag hängten wir noch 4 Stunden Wanderungen dran – es ging u.a. bis auf 900 Meter Höhe durch verschiedene Vegetationszonen zu einem Hochmoor.
Sowohl auf der Hin- wie auf der Rückfahrt zum Milford Sound blieben wir je eine Nacht im Nationalpark auf einem der schön gelegenen, aber sehr einfachen DOC campgrounds. Dort gab es ein lustiges Wiedersehen mit der Clique aus Queenstown.

Unseren ursprünglichen Plan, eine 2-tägige kleine Kreuzfahrt auf dem Doubtful Sound zu buchen, verwarfen wir. Das Wetter an der Westküste sollte die nächsten Tage schlechter werden.

Am 8. Februar  verabschiedeten wir uns endgültig von der Westküste. Von Te Anau ging es in Richtung Invarcargill am Südende von Neuseeland. Nach einer Zwischenstation sind wir dort am 9. Februar angekommen. Leider gab es dort beim Einkauf  einen kleinen, von mir verschuldeten, Blechschaden beim einparken. Ärgerlich und unnütz.... aber was solls, gibt schlimmeres !?

Die nächsten Tage werden wir nun wirklich etwas ruhiger angehen. Nur noch 700 km bis Christchurch, von wo wir am 22. Februar abfliegen (gen Thailand :-))).

 

Mount Cook Campingplatz an der Milford Road Auf dem Milford Sound 155 Meter hoher Wasserfall bemooste Bäume im Fjordland NP Bäume voller Moos Mirror lake

Alle Blogeinträge aus dem Januar wieder komplett sichtbar !

Montag, 04.02.2013

Vielen Dank Jan !

Looping im Segelflugzeug und Wanderungen am Mount Cook

Samstag, 02.02.2013

Am Donnerstag den 31. Januar durften wir am morgen beim Wetter-briefing  der Segelflugpiloten dabei sein. War interessant wie detailliert die kurzfristigen Wetteraussichten analysiert wurden.
Da die Wetterlage nicht ganz eindeutig war, vereinbarten wir für 14:00 ein erneutes Treffen.
Um 14:00 war dann klar das wir starten können !
Keine Zeit lange aufgeregt zu sein. Bereits 30 Minuten später hatten wir Fallschirme auf dem Rücken und saßen im Cockpit der kleinen Flieger ! Man sitzt tatsächlich ganz vorne – der Pilot hinter einem.  Beide Plätze sind synchron mit allen Instrumenten und Bedienelementen ausgestattet.
Sämtliche Funktionen sind beim Fluggast wie beim Piloten aktiviert !
Zwei kleine Propellermaschinen zogen uns dann kurz nacheinander in die Lüfte. Bis auf ca. 1200 Meter Höhe, dann wurde die Schleppleine ausgeklinkt. Und dann nur noch von den Aufwinden und  einem leichten Nordwestwind getragen ging es ab – frei wie ein Vogel......
Ein unglaubliches Gefühl ! Durch sehr gute Aufwinde schraubten wir uns in mehreren Etappen bis auf ca. 3000 Meter in die Höhe ! Fluggeschwindigkeit ca. 60 kmh. Die Sichtweite betrug ca. 120 – 150 km (!!!!!). Das gesamte Südalpenmassiv war wolkenfrei zu sehen ! Wir flogen in Richtung Mount Cook. Durch Windrichtung und sonstige Wetterverhältnisse (Der Pilot braucht leichte Wolken in größeren Höhen um Aufwinde finden zu können.) war jedoch klar, dass ein Überflug der Alpen nicht möglich ist.Wir entfernten uns ca. 30-40 km von der Flugbasis in Richtung Mount Cook. Dann durfte ich für 5 Minuten die Steuerung komplett übernehmen. Mit 2 Pedalen und einem Steuerhebel (ähnlich einem Joystick)  war das schon recht aufregend – klappte aber ganz gut.
Über Funk verständigten sich beide Piloten auf dem Rückweg über ihre Position und wenige Minuten später flogen wir knappe 100 Meter getrennt, nebeneinander in Formation.
Schließlich  flog mein Pilot auf Nachfrage mehrere loopings, einige davon mit gleichzeitiger Schraubendrehung ! Für jeden looping geht es zunächst im Sturzflug Richtung Erde um auf ausreichende Geschwindigkeit zu kommen........ – jede Fahrt auf dem Hamburger Dom ist eine Kaffeefahrt dagegen.  Auch Silke hatte während Ihres Fluges einem looping zugestimmt !!
Nach 2 ¼ Stunden (!!!) Flugzeit setzten dann unsere glider wieder am Boden auf.  Wir beide waren total begeistert und das Strahlen im Gesicht hielt den ganzen Tag noch an.

Die nächste Nacht verbrauchten wir auf einem Campingplatz ca. 10 km vom Mount Cook entfernt mit direkter Bergsicht. Am Morgen starteten wir dann zu einer 4-stündigen Wanderung Richtung Mount. Cook. Eine weitere Wanderung dann am Nachmittag. Nicht ein Wölkchen am Himmel und ein Postkartenpanorama nach dem anderen. Zudem waren erfreulich wenig Leute unterwegs (Die Ferien in Neuseeland sind zu Ende.)

Morgen werden wir uns in Richtung Queenstown bewegen. Von dort aus dann weiter Richtung Milford Sound. Die nächsten Tage werden wir etwas ruhiger angehen.

 

Einweisung in die Fallschirmbedienung   im Schlepptau gehts nach oben beim Looping ! extreme Schräglage gemeinsam in 1800 Meter Höhe Gelandet ! Wanderung bei Omarama Anfahrt zum Mount Cook auf dem Campingplatz am Mount Cook Mount Cook Mount Cook in der Abendsonne

Diverse Blogeinträge aus Januar fehlen !

Mittwoch, 30.01.2013

Habe soeben zu meinem Entsetzten erfahren, dass der Server dieses Webdienstes abgestürzt ist und scheinbar diverse Einträge verloren sind !?  Hoffe sehr das diese irgendwie noch wieder herstellbar sind !

Helihiking auf dem Franz Josef Gletscher !

Mittwoch, 30.01.2013

Welch ein Erlebnis !!!

Sonntag hat es tatsächlich geklappt. Bei Traumwetter ging es um 10:00 mit dem Helikopter auf den Gletscher.Vorher eine große Schleife über den Gesamtgletscher. Nach der Landung wurden Eiseisen unter die Wanderstiefel gebunden und es ging mit Führer in einer 11er Gruppe zwei Stunden durch eine "andere Welt". Anschliessend Rückflug dem dem Heli.

Die Eindrücke sind schwer in Worte zu fassen. Die gigantischen Größenverhältnisse kaum mit der Kamera einzufangen (siehe Bilder)

Wir kamen uns vor wie zwei Kleinkinder die am Heiligabend vorm Weihanchtsmann stehen.....   Mund auf und staunen...... Man kommt sich da oben ziemlich klein vor !

Dieser tolle Ausflug wurde von Irma gesponsort ! Irma wir danken dir !

Die nächsten beiden Tage sind wir in der alpinen Region gebleben und habe tolle Wanderungen bei weiterhin prima Wetter gemacht. Immer wieder traumhafte Aussicht auf die Berge (bis knapp 4000 Meter hoch).

Einzig die sandflies nerven hier schon sehr ! Selbst in den Bergen auf 800 Meter Höhe wird man von Ihnen überfallen.

Vor einer Stunde sind wir in Omarama angekommen - eine 300 Seelen Gemeinde mitten im nirgendwo. Fahrweg bis hierher ca. 400 km. Luftlinie vom Franz Josel hierher nur etwa 60 Kilometer. Wir sind jetzt auf der Ostseite der Südalpen. Sieht aber so aus als wenn wir 1000 Kilometer gereist sind. Kein südtropischer Regenwald mehr, sondern vertrocknete Bergflächen, Temperatur gut 10 Grad höher als auf der Westseite ! Omarama soll das (weltweite) Mekka der Segelflieger sein !

Morgen um 10:00 Uhr sind wir beim Wetterbriefing am Flughafen. Wenn alles klappt starten wir dann am frühen Nachmittag  zu einem ca. 3-stündigen Segelflug Richtung Mount Cook (mit 2 Segelfliegern / Fluggast sitzt vorne). Es geht auf über 12.000 Fuss Höhe. Gegebenenfalls stehen Sauerstoffmasken zur Verfügung.

 

Auf dem Weg nach oben... Blick aus dem Helikopter Das Taxi kommt.... Rückflug Blick auf den Fox Gletscher Fox Gletscher Mount Tasman und Mount Cook Blick vom Strand...

Bericht folgt.....

Eindrücke von der Westküste der Südinsel......

Samstag, 26.01.2013

Heute mal keine langen Geschichten...... Bewegen uns an der Westküste der Südinsel langsam südwärts. Heute am Franz Josel Gletscher angekommen.

Die letzten Tage nur Traumwetter (was an dieser Seite der Insel die Ausnahme ist) und es soll so bleiben.

Einige Eindrücke der Fahrt hierher sind auf den angehängten Bildern zu sehen.

Morgen geht es mit dem Hubschrauber auf den Gletscher, dort eine 2-stündige Gletscherwanderung und dann mit dem Heli zurück ! Bericht folgt.

 

am unteren Ende vom franz Josef Gletscher pancake rocks pancake rocks

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